Cora Waschke

Folds 
In the picture
In the text
In the mind of the viewer.

Gabriela Volanti (*1969), Berlin. Last exhibitions: Haus der Kunst (2021), Galerie Rüdiger Schöttle (2022), Munich.

Faltungen  
Im Bild 
Im Text 
Im Geist des Betrachters.  

Gabriela Volanti (*1969), Berlin. Letzte Ausstellungen: Haus der Kunst (2021), Galerie Rüdiger Schöttle (2022), München.
argent
Richard-Sorge-Straße 64 | Berlin-Friedrichshain
Eröffnung Sa. 14.1.23 | 18 – 21 Uhr
& nach Vereinbarung | info@corawaschke.de

Jonas Hofrichter, Georg Juranek, Anna Möller,
Martin Neumaier, Soveig Schmid

Eröffnung: 26.11.2022, 16 – 21 Uhr
Galerie Kai Erdmann, Berlin

„Die Karte ist interessanter als das Gebiet“ postuliert der Künstler Jed Martin zu seinem Werk, das Ausschnitte eines Straßenplans mit den Satellitenaufnahmen selbiger Koordinaten kombiniert. Jed Martin ist der Protagonist von Michel Houellebecqs für den Kunstmarkt wenig schmeichelhaften Roman Karte und Gebiet (2010).

Geschmeidiger lässt der Ausstellungstitel Land&Karte – durch das sowohl verbindende als auch trennende „Und“ – sogleich an die Landkarte wie an das Land auf der einen und die Karte auf der anderen Seite denken. Folgen wir Jed Martin und fragen uns selbst: Was macht das eine oder andere spannender für die Kunst, was ist ihr näher? […]

Pressetext | full press release

“The map is more interesting than the territory” postulates the artist Jed Martin about his work, which combines sections of a street map with the satellite images of the same coordinates. Jed Martin is the protagonist of Michel Houellebecq‘s novel The Map and the Territory (2010), which is not very flattering for the art market.

More smoothly, the exhibition title land & karte (land and map) – through the both connecting and separating “&” – immediately makes us think of the map as well as the land on one side and the map on the other. Let‘s follow Jed Martin and ask ourselves: What makes one or the other more exciting for art? What is closer to it? […]


Alles liegt in der Kunst des Verschwindens. Allerdings muss dieses Verschwinden auch Spuren hinterlassen, muss es der Ort des Erscheinens des Anderen, der Welt, des Gegenstandes sein.
Jean Baudrillard, 1994

Mit der Erfindung der Fotografie tritt eine neue Zeitlichkeit in das Bild und seine Betrachtung. Was wir auf einem Foto sehen, war wirklich da und ist vergangen. Das unterscheidet fotografische von synthetischen Bildern, wie die der Malerei. Die Eigenart des fotografischen Lichtbildes, ein physischer Abdruck des Dargestellten in einem realen Moment zu sein, erkannte bereits William Henry Fox Talbot, einer der Erfinder der Fotografie. „Es ist so gewesen“, konstatiert Roland Barthes ein Foto betrachtend und erschauert, wie Siegfried Kracauer ein halbes Jahrhundert zuvor, über dessen gespenstische Anmutung. Als sichtbare referentielle Evidenz eines Augenblicks pocht die Fotografie auf Wahrheit und Aktualität. Gleichzeitig stößt sie uns auf die Vergänglichkeit des Abgebildeten, zeugen ihre Bilder von Spuren, die in die Vergangenheit führen. […]

Pressetext

 

Eröffnung 25.11.22 | 18 – 21 Uhr
Galerie Nothelfer, Berlin
26.11.22 – 14.01.22

BEN COTTRELL  | PERSEPHONE

[…] Wo bist du Persephone?
Hier wie auf einen Spiegel gezeichnet,
als durchsichtiges Medium,
auf der Grenze zwischen Diesseits und Jenseits.
Im Schattenreich von Hades, der dich raubte
und zur Königin machte.
Im Sonnenlicht,
für das deine Mutter Demeter dich rettete.
Wir wandelnden Toten,
wohin sehen wir und wer blickt zurück,
wenn wir jetzt dein Bildnis schauen?

CW 2022 Pressetext | full press release
Ausstellungseröffnung / Opening: 9 September 2022, 18 h
Ausstellung / Exhibition: 10 September – 14 November
TOURLOU
Ritterstr. 2
10969 Berlin

 

CLARA BRÖRMANN
Der archäologische Duktus

Im Gegensatz zur digitalen Kunst ist es das Privileg analoger Kunstwerke aus ähnlichem ‚Stoff‘ gemacht zu sein wie die Menschen. Ihre materielle Oberfläche atmet die gleiche Luft, ist ebenso angreifbar durch physische oder chemische Einflüsse, ihre Erscheinung verändert sich mit dem  wechselhaften Licht und der Bewegung ihres Betrachters. 

Raum und Zeit als eng an die materielle und menschliche Konstitution angebundene Größen finden  sich in Clara Bröermanns Werk auf verschiedenen Ebenen – von der an der Bildoberfläche ablesbaren, prozessualen Arbeitsweise, über die Bildstrukturen und den aus ihnen abgeleiteten Assoziationen bis zur Titelgebung. (…) CW

Pressetext

Eröffnung 14.05., 17–21 Uhr
14.05.–07.09.22
galerie weisser elefant
Auguststraße 21 | 10117 Berlin

THE SOUND & ICON MACHINE

Maria & Neda Ploskow

(…) Hier wie in allen Arbeiten von The Sound & Icon Machine entfalten sich zwischen Musik und Zeichnung, zwischen Rhythmus und Schwarz-Weiß weiterreichende Empfindungs- und Bedeutungsebenen. Sound und Icon fordern sich gegenseitig und den Rezipienten heraus, verweisen aufeinander, heben Verborgenes wechselseitig hervor und sind gerade deswegen geheimnisvoll. Nichts ist festgeschrieben, alles ist fluid. Folgerichtig bleiben die technischen Einrichtungen im Dunkeln. Das Material dieser Kunst sollen sein: Lichtzeichnung, Klang, Raum. Darin taucht der Mensch ein. Mit seinem Körper, mit seinen Sinnen wird er zum Träger und Erzeuger eines flüchtigen wie ewigen Moments. CW   about

 

(…) Here, as in all works by The Sound & Icon Machine, further levels of perception and meaning unfold between music and drawing, between rhythm and black-and-white. Sound and icon challenge each other and the recipient, refer to each other, mutually emphasize what is hidden and are for this very reason mysterious. Nothing is fixed, everything is fluid. Consequently, the technical facilities remain in the dark. The material of this art should be: light drawing, sound, space. This is what the recipient dives into. With his body, with his senses he becomes the carrier and generator of a fleeting yet eternal moment. CW    about

Christof Kraus Tempel

 

 

Wer in diesen Tagen den Pavillon der Volksbühne besucht, betritt einen Tempel, in dem die Kunst scheinbar zum Fetisch erhoben wird. Im Dämmerlicht heben sich dunkle Objekte hervor, die das Interieur einer religiösen Kultstätte nachbilden. Neben Altartisch und Taufbecken zieht ein Gemälde die Aufmerksamkeit auf sich. Mit seinen dunkel abgestuften Quadraten erinnert es an Josef Albers Serie „Hommage to a Square“. Ungeachtet der unterschiedlichen Ansätze – Farbwirkung auf der einen, spiritueller Ursprung auf der anderen – ist ein Verweis auf Malewitsch unvermeidbar, wurde mit seinem „Nullpunkt der Malerei“ doch das Quadrat zur kunsthistorischen Ikone. (…) CW    Pressetext

Eröffnung 28.04.22, 18 Uhr
29.04.–28.05.22
Pavillon Sternschuppen
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Berlin

JEWGENI ROPPEL · ELPHOS

Der Fotograf Jewgeni Roppel hat im Ausnahmezustand der Pandemie den Genius Loci eines Konzerthauses aufgespürt. Noch über die Atmosphäre – als eine Symbiose zwischen Bau, Erinnerung, Wahrnehmung und Deutung – hinausgehend, vermittelt sich hier ein psychedelischer, tätiger Geist, der sich aus dem musikgetränkten Interieur löst und als Nachklang der gespielten und empfundenen Musik als Lichterscheinungen im fotografischen Medium sichtbar wird. CW Pressetext

In the state of emergency of the pandemic, photographer Jewgeni Roppel has tracked down the genius loci of a concert hall. Even beyond the atmosphere – as a symbiosis of construction, memory, perception and interpretation – a psychedelic, active spirit is conveyed here, which detaches itself from the music-soaked interior and becomes visible as an echo of the music played and felt in the form of light phenomena in the photographic medium. CW pressrelease

The project ELPHOS by Jewegeni Roppel is part of Pandenale 2021. A groupshow in the Galerie 21 with residents of the artisthouse Vorwerk-Stift in Hamburg.

THE WORLD:REGLITTERIZED
Paradise is exactly like where you are right now …
only much much better

Curated by Alexander Timtschenko
Co-Curated by Susanne Prinz
In collaboration with Berkan Karpat, Rainer Ludwig and Ulrich Zentner
With texts by Susanne Prinz and Cora Waschke

 

Times of radical changes or exceptional events have often shown, in hindsight, to be highly culturally productive. The exhibition THE WORLD:REGLITTERIZED is an immediate reaction to the massive changes within society and our lifestyles since the spring of 2020. In a way, this show sees itself as an essay referencing artistic positions and asking what it means not just for individuals but the entire population, to remain in the material reality of separate safe spaces. What turn will the immaterial, the psyche, the imagination take? How will the familiar and the mundane be filled with new meaning?… pressrelease

Participating artists:
Nevin Aladag, Laurie Anderson, Heike Baranowsky, Benjamin Bergmann, Joseph Beuys, Friedrich von Borries, Ayzit Bostan, David Claerbout, Deichkind, Esther Glück, Rodney Graham, Thomas Helbig, Daniel Knorr, Aylin Langreuter, M + M, Warren Neidich,  Maria und Neda Ploskow, Peter Reill, rasso rottenfusser, Thomas Ruff, Tamiko Thiel, Kim Tschang-Yeul, Paul Valentin, Gabriela Volanti, Jeff Wall, Andrea Zittel, Stefanie Zoche
From July 30, 2021 to September 10, 2021
Exhibition Opening: July 29, 2021, 6 p.m.
5th Biennial in the Haus der Kunst Munich
Presented by the Künstlerverbund – Haus der Kunst 

Zeiten großer Umbrüche oder außergewöhnlicher Ereignisse haben sich im Rückblick oft als kulturell extrem produktiv erwiesen. Die Ausstellung THE WORLD : REGLITTERIZED ist eine unmittelbare Reaktion auf die massive Veränderung unserer Gesellschaft und Lebensgewohnheiten seit dem Frühjahr 2020. Sie versteht sich als Essay in Form künstlerischer Positionen und fragt, was es bedeutet, wenn nicht einzelne Menschen, sondern alle über lange Zeit in der materiellen Realität individueller Schutzräume verbleiben. Welche Volten schlagen dann das Immaterielle, der Traum, die Psyche oder die Vorstellungskraft? In welcher Form lädt sich Bekanntes und Vertrautes in dieser Situation mit neuer Bedeutung auf?… Pressetext

Image: David Claerbout, Aircraft (F.A.L.), 2015-2021, schwarz/weiß Einkanal-Videoprojektion, Stereo-Audio, © David Claerbout