LICHTE WECHSELSPIELE ZWISCHEN FOTOGRAFIE UND NEUEM BAUEN. TRANSPARENZ UND REFLEXION

In den 1920er und 1930er Jahren avancierte die Fotografie zum wichtigsten Vermittlungsmedium von transparenter und reflektierender Glas-Eisen-Architektur. Die Ideen des Neuen Bauens wie Raumdurchdringung und Entmaterialisierung ließen sich in Fotografien, die vom Neuen Sehen beeinflusst waren, überzeugend visualisieren.

Welche Rolle spielte dabei das Wechselverhältnis der materiellen und medialen Qualitäten von Glas und Fotografie? Und welchen Einfluss übte die Fotografie auf die Entwürfe und das Verständnis vom Neuen Bauen aus? Dies sowie den damaligen Transparenzbegriff erforsche ich anhand von zahlreichen historischen Bildern und Texten.

 

Cora Waschke: Lichte Wechselspiele zwischen
Fotografie
und Neuem Bauen. Transparenz und
Reflexion.
336 Seiten mit 215 s/w-Abbildungen,
17 x 24 cm,
Hardcover, Reimer Verlag, Berlin 2020.

 

LIGHT INTERPLAYS BETWEEN PHOTOGRAPHY AND MODERN ARCHITECTURE. TRANSPARENCY AND REFLECTION

In the 1920s and 1930s, photography became the most important medium for conveying transparent and reflective glass-iron architecture. The ideas of New Building such as spatial penetration and dematerialization could be convincingly visualized in photographs that were influenced by New Vision.

What role did the interaction between the material and media qualities of glass and photography play? And what influence did photography have on the designs and the understanding of Neues Bauen? I explore this as well as the concept of transparency at that time by means of numerous historical pictures and texts.

 

 

Veronika Gabel
Algisláva furcae II

curated by Cora Waschke

last day 26.10.19
16–18 h · cubiculum

the artist will be present

 

 

 

 


 

Veronika Gabel

Algisláva furcae II

curated by Cora Waschke

opening 12.10., 18h

cubiculum

Lottumstraße 3, 10119 Berlin


Architekturen und Kompositionen zwischen Licht und Schatten bestimmen Veronika Gabels fotografisches und installatives Werk. Es sind Arrangements aus kubischen und runden Hohlformen, welche die fotografische Bildfläche einnehmen oder sich im Raum zu dreidimensionalen, umrahmten Bildern und freien Objekten formieren. Eine Welt gestaltet aus Algen, führt die Künstlerin vor Augen –  man meint kultische Stätten fremder Kulturen, Altäre und Chöre natur-christlicher Religionen zu betrachten… Eine materiell homogene Welt, aber voller Brüche, Irritationen und Täuschungen. CW Katalog Veronika Gabel Algislava Furcae 2018

Hymne an die Jungen

15. Juni – 22. September 2019

Ausstellungskatalog

Zu der Feier des Jungen, dem Markt des Neuen und dem Blick auf das Alte stehen die hier versammelten ‚jungen’ Künstlerinnen und Künstler mit ihrem Werk in unterschiedlichen Beziehungen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie scheinbar nicht versucht sind relevant zu erscheinen, indem sie sich dem ‚Neuen’ in Form digitaler oder netzbasierter Kunst verschreiben, noch indem sie gesellschaftspolitische Themen abbilden oder illustrieren würden. Vielmehr bleibt ihr Fokus auf dem künstlerischen Werk unter Einbezug sowohl alter als auch neuer Medien, Darstellungsweisen oder Erscheinungsformen. Die oft rätselhafte Präsenz ihrer Werke fordert Vorstellungskraft und ein subtiles Einlassen vom Betrachter, um sich ihre komplexe Bedeutung zu erschließen. Was sich hier auch vom und für das Leben ableitet, es geschieht innerhalb der Sphäre der Kunst. Wer so arbeitet, stellt sich den Unwägbarkeiten der Kunst, etwa den Fragen nach Qualität, Sinn und Durchhaltevermögen ohne Netz und doppelten Boden.

Mit dem Blick auf die heutigen „Jungen“ greift diese Ausstellungen die Hymne an die Jungen des Soester Malers Hans Kaiser auf, die dieser angeregt von der Ausstellung 10 junge Künstler aus Deutschland im Essener Folkwang Museum in seinem Todesjahr 1982 schrieb. Von Kaiser sind Arbeiten aus verschiedenen Werkphasen von den 1930er Jahren bis 1980 zu sehen. Sie werden mit den unterschiedlichen Positionen zeitgenössischen Kunstschaffens konfrontiert.

Mit Shahin Afrassiabi (London/ Granada), André Butzer (Altadena, Kalifornien), Ben Cottrell (Berlin), Ina Johanna Götte (Berlin), Thomas Helbig (Berlin), Hans Kaiser (Soest), Jana Schumacher (Hamburg).
Kuratiert von Cora Waschke
Eröffnung 14.06.2019, 19 Uhr
Finissage 22.09.2019, 15 Uhr

Märkisches Museum in Witten

 

Hymne an die Jungen / Hymn to the Young

Exhibition catalogue

In 1982, the year of his death, the painter Hans Kaiser wrote the “Hymn to the Young”. In it he expressed his enthusiasm for the young artists who broke with the prevailing trends of minimal and conceptual art and renewed art by resorting to painting. The exhibition Hymne an die Jungen takes a look at six contemporary artists whose primary concern is art itself – with all its imponderables, such as questions of quality, meaning, and perseverance. Their work thus differs from the established trend of depicting and illustrating socio-political themes and discourses in order to create superficial relevance. Rather, the often enigmatic presence of their works demands imagination and a subtle engagement of the viewer in order to grasp their complex meaning.

In the show, works by Hans Kaiser are confronted with positions of contemporary art.

Participating artists: Shahin Afrassiabi (London), André Butzer (Altadena, California), Ben Cottrell (Berlin), Ina Johanna Götte (Berlin), Thomas Helbig (Berlin), Hans Kaiser (Soest), Jana Schumacher (Hamburg).

Curated by Cora Waschke

37. Bielefelder Fotosymposium „Modelle und Modellierungen von Räumen und Lebenswelten in Fotografie und Film“, 08. bis 10. Mai 2019 link

"Zum Abschluss des interdisziplinären Forschungsprojekts „Bilder des Wohnens – Architekturen im Bild“ wird der Fachbereich Gestaltung zum Ausstellungs- und Tagungsort. Am 8. Mai eröffnet an der Lampingstraße 3 die Ausstellung „Wand Wand. Bilder des Wohnens“ und das 37. Bielefelder Fotosymposium beginnt. Mit der Doppelveranstaltung geht auch der Forschungsschwerpunkt ‘Erkenntnisformen der Fotografie‘ zu Ende." (https://www.fh-bielefeld.de/gestaltung/presse/bilder-des-wohnens-2)

                                                       Vladimír Houdek · Schiebekabinett

(…) In allen Werken von Houdek finden sich geometrische Formen in meist düsterer Farbgebung. In den Filmen und Collagen wird die Abstraktion durch organische menschliche Figuren ergänzt. Bei seinen abstrakten und vielschichtigen Malereien sammelt sich an den Rändern ein Überschuss an Farbmaterial wie Schmiere bei einer geölten Maschine. Tatsächlich meint man in den Bildern metallene Industriegegenstände zu erkennen, die vor symbolischen und schematischen Darstellungen des Universums schweben. In der Anlehnung an eine retro-futuristische Ästhetik zeigt sich Houdeks Faszination für Utopien, wie die Gründung von neuen, idealen Staaten und Zivilisationen auf der Erde und fernen Planeten. CW

 

Eröffnung 1.3.19
Galerie Kai Erdmann
Hamburg

Lukáš Karbus · Black Opacity

“Von Lukáš Karbus kennt man großformatige Aquarellmalereien mit kristallinen Strukturen, fließenden Farbverläufen und detaillierten Pflanzendarstellungen – farbenreich und transparent. In dieser Ausstellung überrascht der Künstler mit einer Reihe von Bildern, in denen die luzide Durchlässigkeit partiell von einem opaken Schwarz aus Gouache verschlossen wird.

(…) Über den Einbezug von Schwelle, Durchsicht und Fläche knüpfen sich an Karbus’ Landschaftsmalereien und abstrakte Bilder vielfältige kunsthistorische Bezüge von der Romantik bis zum Suprematismus. Mit der Gegenüberstellung von Transparenz und Opazität berühren sie darüber hinaus das aktuelle Thema der Immersion in virtueller Realität.

Der Eintritt in eine andere Welt erscheint bei Karbus immer auch als Übergang in einen anderen Seinszustand, mit all seinen Verheißungen und Gefahren.” CW  full press release/install.views

 

Lukáš Karbus · Black Opacity
Curated by Cora Waschke
Polansky Gallery
Lidická 26, CZ-60200 Brno

repeater

László von Dohnányi · Vladimír Houdek · Thomas Lenk · Anna Ley · Joep van Liefland · Rainer Neumeier · Manfred Peckl · Stefan Pfeiffer · Haleh Redjaian · Phillip Zaiser

Repeater bezeichnet einen Signalverstärker. Ist Repeat in der EDV bloß ein Programm der Mehrfachausführung, vergrößert in der Kommunikationstechnologie der Repeater die Reichweite eines Signals.

Zur Kunst: Verstehen wir die KünstlerInnen dieser Ausstellung als Repeater, die mit ihren Werken – in denen sich die Prinzipen der Reihung und des Seriellen wiederfinden –natürlich mehr erreichen als bloße Wiederholungen. Als Wieder-Holer greifen sie auf gefundene Elemente und Verfahren immer wieder zurück und schaffen dabei entgegen der Eintönigkeit industrieller Serienproduktion neue Formen und Strukturen, die auf Gleiches aufbauen. Damit werden universelle Gesetze ebenso berührt, wie traditionelles Handwerk, Informationstechnologie, Wahn und Leidenschaft.

Mit der Ausstellung repeater nimmt die Galerie Kai Erdmann ihre Ausstellungstätigkeit wieder auf. Die Wiederholung ist also im doppelten Sinne Programm: Immer weiter!

Cora Waschke

full press release

Galerie Kai Erdmann
Kleine Reichenstraße 1 · 20457 Hamburg

 “Am 26. Oktober wurde die neue Hochschule für Schauspielkunst in Berlin eingeweiht, die dem Schauspieler Ernst Busch gewidmet ist. Das Projekt von O&O Baukunst hat das Gebäude zu einem urbanen Wahrzeichen gemacht, das nicht unbemerkt bleibt und die Erinnerung an die Orte bewahrt. (…)

 

In einem interessanten Gespräch mit Cora Waschke erzählte der Architekt Roland Duda die Entstehungsgeschichte des Projekts für den neuen Sitz der Ernst Busch Hochschule für Schauspielkunst in Berlin und konzentrierte sich dabei insbesondere auf die Herangehensweise der Architekten an das bestehende Gebäude. Bei der Arbeit an der Hülle suchten die Planer nach gestalterischen Antworten auf grundlegende Fragen wie ‘Wie wird dieses Gebäude danach genutzt? Wie wird es mit Leben erfüllt?’ (…)”
Agnese Bifulco, Read more: https://www.floornature.de/oo-baukunst-hochschule-fur-schauspielkunst-ernst-busch-berli-14170/

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Cora Waschke